Das gesamte Wochenende stand unter dem Motto: ...mehr Sightseeing... wir warten ja noch immer auf den Beginn der Regenzeit und wollten deshalb das schöne Wetter nutzen um alle möglichen Outdoor-Aktivitäten zu erledigen... Am Samstag schauten wir uns den Osu Kannon Tempel an, der 1612 auf Befehl von Tokugawa Ieyasu (die Familie hat auch das Nagoya Castle erbauen lassen) von der benachbarten Präfektur Gifu nach Nagoya geschafft wurde. Allerdings handelt es sich wieder um eine Rekonstruktion aus dem 20 Jahrhundert, allerdings ist das Interessante das dieser Tempel im Leben der hiesigen Japaner immer noch eine Rolle spielt. Sie gehen dahin um zu beten, Räucherstäbchen anzuzünden, den Gong zu läuten... (Shintoismus halt...).
Der Weg zum Tempel war nicht so einfach zu finden, hier gibt es ja keine fortlaufenden Hausnummern und unsere Karte ist auch nicht so detail getreu... also sind wir einfach mal losgelaufen und haben ihn natürlich nicht sofort gefunden... aber eine lustige im Durchschnitt etwas ältere japanische Reisegruppe, die wir dann einfach infiltriert haben ("...die wollen bestimmt auch zum Tempel")... allerdings wollten sie zuerst noch zu zwei kleineren anderen Tempel (und wer weiß zu wie vielen anderen noch...), also haben wir es dann doch wieder auf eigene Faust probiert und schließlich dann auch gefunden. Von der Reisegruppe haben wir aber gelernt wie man sich in einem Tempel als Tourist verhält: man wäscht sich die Hände, macht diskret ein paar Fotos von aussen (nicht von innen), schnuppert ein bischen an den Räucherstäbchen, schaut nachdenklich die kleinen Staturen mit ihren Lätzchen an... und geht wieder nachdem man irgendwo noch Geld hineingeworfen hat (im Tempel kostet alles Geld: Kerzen anzünden, Räucherstäbchen anzünden, Gong läuten,...).
Genauso war es dann auch im Osu Kannon Tempel, nur viel größer...
Daneben gibt es eine riesige Shopping-Arkade, wo wir uns dann mindestens genauso lange aufhielten (naja...), aber Mara brauchte neue Schuhe und hat sich dann auch gleich eine neue Kamera gekauft (ja, man macht das hier im Vorbeigehen in kleinen Läden, wo dann neben den neusten Sony, Canon, was auch immer Kameramodellen dann der Ramsch , hupps die Souviniers für zu Hause stehen...). So ist das halt, wir haben aber ordentlich gehandelt (gehört zum guten Ton) und letztendlich ist Mara ganz glücklich mit ihrer neuen 12.1 Megapixel Kamera mit fünffach optischen Zoom und jedem erdenklichen Schnickschnack...
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